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Pädagogik

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Theater ist Teamarbeit!

Theater kann im Ergebnis als sozialer Prozess angesehen werden und nicht als besondere Einzelleistung. Zwar fügt der Regiesseur die einzlenen künstlerischen, technischen und organisatorischen Prozesse zu einem Ganzen zusammen, dennoch kommt es nicht auf die Einzelleistung, sondern auf die Gruppe an.
Die Jugendlichen werden in alle Entscheidungsprozesse von Anfang an miteingebunden. So werden die Jugendlichen in ihren Wünschen, Vorstellungen und Zielen ernst genommen und miteingebunden. Vom Eintrittsgeld, über das Bühnenstück, über die Rollenbesetzung usw. Dabei ist wichtig, dass jeder Einzelne, trotz vieler Kompromisse, die gefunden werden müssen, sich dennoch wohl fühlt und sich in der gesamten Produktion wiederfindet. Ein wichtiger Aspekt dabei sind die Reflextionsgespräche über das einzelne Rollenverständnis während der Proben, aber auch die meist zeit- und/oder gesellschaftskritischen Themen des Bühnenstückes. Der gegenseitige Austausch lässt nicht nur die Intention des Autors besser verstehen, sondern versetzt die Thematik in das hier und heute.
Letztlich hat Teamarbeit auch was mit gegenseitigen Vertrauen zu tun, was von Probe zu Probe und abschließend zur Probefreizeit intensiviert wird. So kennt jeder Darsteller die Stärken und Schwächen des Mitspielers und kann entsprechend auf der Bühne reagieren. In diesem gegenseitigen Wissen entsteht das nötige Vertrauen, nicht alleine auf der Bühne zu stehen, sondern ein starkes Team hinter sich zu wissen, dass bei "Texthängern" oder anderen Problemen hilft.


Theater ist Kultur!

Historisch hat das Theater religiös-kultische Wurzeln. Doch schon in der Antike (im alten Athen) grenzten sich die Künstler von Priestern und Politikern ab, stellten mit Theatermitteln die existierenden Götter-, Welt- und Menschenbilder aus und stellten eher Fragen, als dass sie Antworten geben wollten. Die Diskussion von Gesellschaft als Spiel auf der Bühne hat zu allen Zeiten und in unterschiedlicher Ausprägung überall auf der Welt stattgefunden. Und sie findet auch heute noch statt, besonders in Deutschlands Theaterlandschaft.
Die Kunstform Theater (darstellende Kunst) spricht, z. B. durch ihre Symbolik, intellektuell an, wirkt durch die Bilder aber auch ins Unterbewusste. Insofern ist Theater ein ganzheitliches, plurimediales (live-)Ereignis − eine Besonderheit aller Aufführungskünste. Der Schauspieler (oder die Schauspielerin) versinnlicht in den illusionistischen und epischen Theaterformen auf der Bühne eine Figur, und diese Rolle soll − jedenfalls im bürgerlichen Illusionstheater − dem Zuschauer realistisch und damit glaubhaft erscheinen.
Jugendliche bringen durch ihre jugendliche Sichtweise neue Aspekte in bisher schon reflektiert geglaubte Inhalte ein. Dabei werden bewusst oder unbewusst altbekannte kulturelle Texte oder Inhalte neu betrachtet und führen manchmal zu neuen kulturellen Erkenntnissen.


Theater ist integrativ!

Gemeinsames Theaterspielen mit behinderten und nicht behinderten Jugendlichen fördert den gegenseitigen Respekt, tolerantes Miteinander, die Sensibilisierung für einander und das Entdecken eigener Fähigkeiten. Ebenso gibt eine erfolgreiche Aufführung Mut fürs eigene Handeln.


Theater macht selbstbewusst!

Die Jugendlichen haben meist zu Beginn eines Theaterprojektes große (Selbst-)Zweifel. Welche Rolle ist für mich geeignet? Schaffe ich es den Text auswenig zu lernen? Wie soll ich die Figur darstellen? Kann ich über meinen Schatten springen? Mache ich mich vielleicht lächerlich? Wie groß ist das Lampenfieber? Werde ich auf der Bühne einen "black out" haben?

Die Jugendtheaterbühne versucht im Verlauf der Proben auf alle diese Zweifel und Ängste einzugehen und die Jugendlichen durch Ermutigungen und mit Hilfe einer positiven Gruppendynamik bis zu den Aufführungen vorzubereiten. Erhalten dann die Jugendlichen nach der Aufführung entsprechende Rückmeldungen durch das Publikum und sei es "nur" der Applaus, haben die Jugendlichen eine Erfahrung gemacht, die ihnen niemand mehr nehmen kann - nämlich "Selbstbewusstsein".


Theater macht einfach nur Spaß!

Theaterspielen macht nicht nur Spaß, sondern auch süchtig. Wer einmal in einem Theaterprojekt mitgemacht hat und auf der Bühne stand und das Gruppengefühl genoss, möchte immer wieder auf die Bühne. Wir haben nichts dagegen!

 
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