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Am 06. Juli 2014 entschied die neue Truppe der Jugendtheaterbühne sich für den Roman "Momo" von Michaell Ende. Um was geht es in dieser Geschichte?

Momo ist ein 1973 erschienener Roman von Michael Ende. Der Titel bezeichnet die Hauptperson, der Untertitel lautet: Die seltsame Geschichte von den Zeit-Dieben und von dem Kind, das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte. Das Buch ist mit weltweit über sieben Millionen verkauften Exemplaren nach der Unendlichen Geschichte das erfolgreichste Werk Endes. Momo wurde 1974 mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet.

Handlung

In einer Phantasiewelt, die sehr an eine zeitgenössische italienische Kleinstadt erinnert, ist die Gesellschaft der grauen Herren am Werk. Sie versuchen, alle Menschen dazu zu bringen, Zeit zu sparen. In Wahrheit werden die Menschen um ihre Zeit betrogen; während sie versuchen, Zeit für später zu sparen, vergessen sie im Jetzt zu leben. Denn Zeit kann man nicht sparen wie Geld. Je mehr man versucht, Zeit zu sparen, desto „kürzer“ werden die Tage und Wochen.

Als die Welt schon fast den grauen Herren gehört, beschließt der weise Meister Hora (der geheimnisvolle „Verwalter der Zeit“), zu handeln. Er hält die Zeit an, wodurch die ganze Welt zum Stillstand kommt, und schickt seine Schildkröte Kassiopeia mit dem kleinen, hilfsbereiten Mädchen Momo, das eine Stundenblume für eine Stunde Zeit in die Hand bekommt, in den Kampf gegen die übermächtig erscheinenden grauen Herren.

Hintergrund

Der Schauplatz der Erzählung, eine italienisch anmutende Vorstadt, ist eine Reminiszenz an Endes damaligen Wohnort Genzano di Roma. Das spätere Wirken von Michael Ende in Japan, der Heimat seiner zweiten Ehefrau, steht in engem Zusammenhang mit Momo. Werner Onken, Leiter der Freiwirtschaftlichen Bibliothek in Varel, schrieb 1986 eine Interpretation von Momo, die in der Zeitschrift Fragen der Freiheit veröffentlicht wurde. In einem Brief an Onken bestätigte Michael Ende, dass Momo das heutige Geldsystem kritisiere: „Übrigens sind Sie bis jetzt der erste, der bemerkt hat, daß die Idee des alternden Geldes im Hintergrund meines Buches Momo steht. Gerade mit diesem Gedanken von Steiner und Gesell habe ich mich in den letzten Jahren intensiver beschäftigt, da ich zu der Ansicht gelangt bin, daß unsere ganze Kulturfrage nicht gelöst werden kann, ohne daß zugleich oder vorher sogar die Geldfrage gelöst wird.“[2]

Personen:

  • Momo – das kleine Mädchen, das eines Tages im Amphitheater auftaucht, gut zuhören kann und damit andere tröstet. Pechschwarzer Lockenkopf, abgetragene Männerjacke und große pechschwarze Augen. Sie ist arm und hilfsbereit.

  • Gigi – Girolamo Fremdenführer – einer der beiden besten Freunde Momos, der Geschichtenerzähler und Fremdenführer. Außerdem ist er Parkwächter, Trauzeuge, Hundespazierenführer, Liebesbriefträger, Beerdigungsteilnehmer, Andenkenhändler, Katzenfutterverkäufer und noch vieles andere.

  • Beppo – Beppo Straßenkehrer – der andere beste Freund Momos, ein geduldiger Straßenkehrer, der so lange überlegt, bis er eine Antwort gibt, dass die meisten Menschen schon vergessen haben, was sie wissen wollten. Seiner Meinung nach ist das meiste Leid auf der Erde darauf zurückzuführen, dass Menschen unüberlegte Dinge sagen. Von ihm stammt auch der berühmte Tipp, statt das Ende der langen Straße zu beachten, immer nur das nächste Stück zu sehen.

  • Meister Hora – Secundus Minutius Hora – der Hüter der Zeit und der Stundenblumen. Er teilt allen Menschen ihre Lebenszeit zu und wechselt selber ständig das Alter.

  • Kassiopeia – Meister Horas Schildkröte, die eine halbe Stunde in die Zukunft schauen und doch nicht sagen kann, was passieren wird. Sie drückt sich durch Schrift aus, die auf ihrem Panzer erscheint.

  • Die grauen Herren – Mit fahler grauer Haut, grauen Hüten, grauen Sakkos, „eleganten grauen Autos“ und Zigarren aus getrockneter Zeit im Mund, ohne die sie nicht existieren können. Sie kontrollieren schließlich die gesamte Stadt, wobei ihr Auftreten nicht in Erinnerung bleibt.

  • Die Kinder – mit denen sich Momo stets im Amphitheater trifft und mit denen sie aufregende Spiele spielt.

  • Nino – Wirt eines kleinen Lokals am Stadtrand.

  • Liliana – Ninos dicke Frau.

  • Nicola – der Maurer, einer von Momos besten Freunden.

  • Herr Fusi – der Friseur, der nicht reich, aber auch nicht arm ist.

  • BLW/553/c (Agent) – Der graue Herr, der versucht, Momo zu bestechen.

  • XYQ/384/b (Agent) – Der graue Herr, der zu Herrn Fusi in das Friseurgeschäft kommt.



Quelle: www.wikipedia.de


Verfilmung:
von 1986 – Momo (Regie: Johannes Schaaf, mit Radost Bokel, Mario Adorf, Armin Mueller-Stahl, Sylvester Groth, Leopoldo Trieste, Ninetto Davoli)

 
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