Grußworte - theatour-bodenheim

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Grußworte

Theaterbühnen > Theatermusical > Projekt 2014

Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer,

es macht mir eine große Freude, Ihnen unser drittes Theatermusical „Hexe! De Deibel soll se hole!“ heute Abend zu präsentieren. Aber kann man das Kapitel „Hexenverbrennung“, eines der dunkelsten Seiten unserer Ortsgeschichte auf die Bühne bringen, so kurz vor Weihnachten?

Zunächst sind es einmal nur historische Fakten aus der bekannten Literatur, wie z. B. der Chronik zur 1250-Jahrfeier, oder die vielen Unterlagen, die uns dankenswerter Weise unser Kulturbeauftragter a. D. Herr Bernhard Marschall zur Verfügung stellte.

Aber auch hier wurde schnell klar, mit einem wissenschaftlichen Vortrag wollen wir Sie heute Abend nicht langweilen. Und so schmückt die typische rheinhessische Mundart und die verschiedenen Charakterzüge unseres Landstrichs Szene für Szene aus. Dabei gehen wir einen schmalen Grad zwischen Situationskomik und Tragödie.
Oft berichten Historiker davon, dass sich Geschichte wiederholt. Ich kann mir zwar nicht vorstellen, dass noch einmal Scheiterhaufen in Bodenheim entzündet werden, aber Neid, üble Nachrede, Vorurteile und Machtmissbrauch sind uns heute noch genau so bekannt, wie damals. All dies kann Menschen heute noch zerbrechen und innerlich „verbrennen“ lassen. Gerade deshalb ist vielleicht das Schicksal der Witwe Merg Schollin vor gut 400 Jahren so interessant, weil sie uns bekannte menschliche Wesenszüge an den Tag bringt.
Lassen Sie uns aus dieser Geschichte gemeinsam lernen, dann ist dieses grausame Kapitel nicht umsonst in die Chronik unserer Ortsgeschichte geschrieben worden.

Ihr Johannes Schöller

 

Sehr geehrte Besucher des Theater-Musicals „De Deibel soll se hole“,

wieder einmal kurz vor Weihnachten kann sich das Bodenheimer Kulturpublikum auch in 2014 auf ein Theater-Musical ganz auf „Bodenheimer-Art“  freuen. Dabei ist es gerade einmal zwei Jahre her, als uns das rockig-artige Theater-Musical „Vive la révolution“ begeisterte und uns die Bodenheimer Historie rund um die französische Besatzungszeit 1792/1793 näher brachte.  Und es ist genau zehn Jahre her, dass uns das damalige Ensemble erstmals mit einem gelungenen Kultur-Mix aus Theater und Musik die teils dramatische Auswanderungsbewegung etlicher Bodenheimer nach Amerika der Jahre 1832 bis 1872 vermittelte.

Johannes Schöller, waschechter Bodenheimer, Autor, Regisseur und Schauspieler (in Einem) wird es wohl auch dieses Mal gelingen eine Bodenheimer Geschichte einzigartig auf die Theaterbretter zu bringen. Er hat es aber auch mit seiner ihm bekannten Art geschafft ein Team bestehend aus über 100 Mitwirkenden aus Laienschauspieler, Theaterchor, Musikband, Bühnen- und  Maskenbildern, Souffleuren, Technikern etc. für seine Idee zu begeistern.

Die Realisierung eines solchen Projektes ist aus mehreren Gründen für unsere Gemeinde ein Glücksfall. Zum einen verbindet das gemeinsame Arbeiten auf ein Ziel hin immerhin eine beachtliche Zahl von Menschen unterschiedlichster Herkunft und Alters miteinander. Dies stärkt den gemeindlichen Gemeinsinn.
Zum anderen erfahren wir auf spielerische Weise wieder etwas mehr von der Bodenheimer Geschichte. Anhand der damals tatsächlich lebenden Bodenheimerin Merg Schollin behandelt das diesjährige Stück „De Deibel soll se hole“  eine unheilvolle und grausame Epoche des 17. Jahrhunderts. Damals zählte Bodenheim leider zu den „dunklen“ Hochburgen der mitteleuropäischen Hexenverfolgung.
Ich bezeichne es als mutig dieses schwierige Thema, gerade als Laienschauspieler, auf die Bühne zu bringen.  Aber genau diese Schwierigkeit scheint Johannes Schöller wohl gereizt zu haben …

All den Akteuren wünsche ich als Belohnung all ihres Tuns größten Spaß und viel Erfolg an den beiden Aufführungstagen. Ihnen als Zuschauer  dieser Aufführung wünsche ich viel Freude und Kurzweil.

Ihr Thomas Becker-Theilig
Ortsbürgermeister

 

Erneut ist es Johannes Schöller gelungen, sich einer Thematik der Bodenheimer Geschichte anzunehmen – den Hexenverfolgungen im 17. Jahrhundert. Anhand eines authentischen Gerichtsverfahrens – gegen Merg Schollin – wird das Ausmaß der Gräueltaten während der Hexenprozesse aufgezeigt.

Der Begriff „Hexe“ ist ein Sammelbegriff, welcher zum Teil auf dem alten volksmäßigem Zauber- und Gespensterglauben beruht. Die besondere Bedeutung als Grundlage der großen Hexenverfolgungen und –prozesse wurde durch die Theologie der mittelalterlichen Kirche entwickelt. Die kirchliche und staatliche Gesetzgebung stellte den Inhalt fest  und die Ketzerinquisition fasste es zusammen. Der theologische Hexenbegriff ist durch die weite Verbreitung und lange Dauer der Hexenprozesse ins Volk gedrungen. Es lässt sich schwer entscheiden, wie viel deutsches bzw. germanisches Volksgut in der kirchlichen Hexenvorstellung, vor allem aber in den neueren deutschen Überlieferungen, die mehr oder minder von der Schablone der Prozeßakten abweichen, enthalten ist!

Entgegen allen einfachen Erklärungsversuchen hat sich gezeigt, dass die Hexenverfolgung ein sehr komplexes Phänomen war. Da sie in recht verschiedenen Erscheinungsformen auftrat, wies sie nicht einmal eine räumliche oder zeitliche Kontinuität auf. Die Eckdaten hingegen sind unumstritten. Die Hexe war durch fünf Elemente charakterisiert: durch ihren Pakt mit dem Teufel, die Buhlschaft mit dem Teufel, den Flug zum Hexentanz, die Teilnahme am Hexentanz und den vor ihr verübten Schadenzauber. Dieses Element finden wir in Bodenheim vor. Letzten Endes spielt es aber keine Rolle, ob der dargestellte Hexenprozess politisch motiviert oder ob es einfaches Denunziantentum  (aus Aberglaube und Furcht) war. Es ging um einen unschuldigen Menschen, der unter Folter und eines fragwürdigen Gerichtsverfahren das Leben auf dem Scheiterhaufen aushauchte. Da die Prozessakten noch vorhanden sind, zeigt das von Johannes Schöller und seinen Mitstreitern gezeigte Musical durchaus realistisch, wie in jener Zeit mit Personen umgegangen wurde, die als Hexen (oder auch als Zauberer) angeklagt waren.

Ich wünsche allen Besuchern einen interessanten Abend und allen Mitwirkenden viel Glück bei der Aufführung: Hexe – de Deibel  soll se hole!

Ihr/Euer Bernhard Marschall M.A.

 

Jedes Kind kennt Hexen.

Die Hexe aus Hänsel und Gretel. Gute und böse Hexen aus dem Zauberer von OZ. Bibi Blocksberg von der Urlaubsfahrt im Familienauto. Das Bild von Hexen ist verklärt und weicht stark von der historischen Tragödie ab, bei der vor allem Frauen ausgegrenzt, verfolgt und getötet wurden.

Es ist ein mutiger Schritt der Akteure des Theatermusicals, dieses dunkle Kapitel der europäischen Geschichte auf die Bühne zu bringen. Durch die Betrachtung der Hexenverfolgung in Bodenheim wird es greifbar und zeigt, dass unsere Vorfahren nicht davor gefeit waren, Fremdes und Fremde auszugrenzen. Es traf Menschen, die „anders“ waren als die Masse. Menschen mit besonderen Fähigkeiten oder Wissen. Meist Frauen mit selbstbestimmtem Leben und Arbeiten. Durch gute Bildung sollte unsere heutige Gesellschaft toleranter sein. So hoffen wir wenigstens.
Ich wünsche den Aktiven des Theatermusicals viel Spaß bei der Einstudierung des Stoffes, dass Pannen nur in der Generalprobe passieren und erfolgreiche und ausverkaufte Theaterabende. Uns Zuschauern wünsche ich unterhaltsame Aufführungen, die uns aber gerne den Spiegel vorhalten dürfen.

Wolfgang Kirch
Vorsitzender CDU-Fraktion
Vorsitzender CDU-Ortsverband

 

Liebe Gäste,

auch dieses dritte Theatermusical über die Hexenjagd im 17. Jahrhundert wird Sie, liebe Zuschauer, begeistern. Der Elan und die Begeisterung den die Teilnehmer, ob vor, auf oder hinter Bühne agierend, bei den Proben an den Tag legten, lassen nur Gutes verheißen.

Seitdem mir Johannes Schöller von seinem neuen Projekt berichtete, hat sich bei mir die Vorfreude auf einen unterhaltsamen und spannenden Abend eingestellt. So kann ich den Tag der Aufführung kaum noch abwarten. Es ist immer wieder ein Genuss zu sehen wie die lokale Geschichte in spielerischer und packender Weise dargestellt wird.

Mir selbst ist nur wenig über das damalige Hexentreiben bekannt. So soll die letzte Hexe „Merg Schollin“  im „Bollesje“ (im Gefängniskeller des alten Rathauses) grauenvoll verhungert sein. Auch deshalb sind Sie alle gekommen, um mehr über die damaligen Verhältnisse und Prozesse zu erfahren.

Für das große Engagement und die viele Zeit, die die Aktiven aufgebracht haben, spreche ich meine Anerkennung aus. Bleibt mir nur noch übrig den Aktiven aber auch den Besuchern einen unvergesslichen Abend zu wünschen.

Dirk Müller
Vorsitzender SPD Ortsverein Bodenheim
Vorsitzender der SPD Fraktion
im Ortsgemeinderat Bodenheim

 

Liebe Aktive, Besucher und Freunde des Theatermusicals,

unser Bodenheim ist eine tolle Gemeinde und wirklich attraktiv. Was macht unseren Ort so liebens- und lebenswert? Es sind nicht nur die historische Bausubstanz, das Freizeitangebot, unsere Winzerhöfe und die schöne Landschaft. Auch die Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen belebt Bodenheim.

Dazu gehört auch „Theatour Bodenheim“, das Johannes Schöller mit ungebrochenem Engagement und gehörigem Anspruch vorantreibt. Das Theatermusical „Hexe! De Deibel soll se hole“ wird uns im Dezember präsentiert. Es lädt dazu ein, sich durch Schauspiel und Musik in künstlerische Schattenwelten entführen zu lassen, die uns einen Teil der Geschichte Bodenheims nahe bringen, der allen sicher nicht täglich bewusst ist.

Lassen wir uns verzaubern und mitnehmen, vielleicht sogar erschrecken. Ganz sicher aber werden wir – wieder einmal – von dem Engagement der vielen Beteiligten auf, vor und hinter der Bühne beeindruckt sein. All denen, den Verantwortlichen und Unterstützern gilt unser herzlichster Dank für die Bereicherung unseres Kulturlebens.

Wir wünschen in allen Belangen gutes Gelingen, bei aller Arbeit viel Freude und Spaß und den Zuschauern einen unterhaltsamen Abend! Toi, toi, toi!

Ihre Annette Marbs
    
Vorsitzende FDP Bodenheim
FDP im Ortsgemeinderat Bodenheim

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü