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Grußworte

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Grußwort des Ortsbürgermeisters

Liebe Besucher des Theater-Musicals „Vive la Révolution“,

das Bodenheimer Kulturpublikum kann sich kurz vor Weihnachten 2012 auf ein wirklich großes Event freuen. Aber erinnern wir uns erst einmal an das Jahr 2004 mit den unvergessenen Aufführungen des Theater-Musicals „Jetzt reicht´s – uff un devun“ zurück. Die damals überschwänglichen Kritiken über den gelungenen Kultur-Mix aus Theater, Musik und Historie sind vielleicht bei Vielen noch heute gut präsent.

Ging es bei dem vor acht Jahren aufgeführten Theater-Musical thematisch um die teils dramatische Auswanderungsbewegung etlicher Bodenheimer nach Amerika der Jahre 1832 bis 1872, so nimmt sich das neue Theater-Musical dieses Mal die Zeit der Besatzungszeit der Franzosen in Rheinhessen der Jahre 1792/93 zum Thema. Und sicherlich ist es kein Zufall, dass die selbst noch heute sehr präsente Rivalität zwischen den benachbarten Bodenheimern und Nackenheimern hier eine historische Rolle spielt.

Johannes Schöller, waschechter Bodenheimer und anscheinend ewig jungbleibender Ideenmacher, Autor, Regisseur und Schauspieler (in Einem), ist es mal wieder gelungen, eine historische Bodenheimer Geschichte auf die Bodenheimer Theaterbretter zu bringen. Er hat es aber auch mit seiner ihm bekannten Art geschafft, ein ca. 60-köpfiges Team aus Laienschauspielern, Theaterchor, Musikband, Bühnen- und Maskenbildern, Souffleuren, Technikern etc. für seine Idee zu begeistern und für die beiden einzigen Auftritte bestens vorzubereiten. Wer einmal bei den Proben dabei sein durfte, konnte sich vom Engagement, aber auch vom Spaß und der Freude der Akteure überzeugen.

Hinter den Vorbereitungen dieser Aufführung verbirgt sich ein unglaubliches Engagement, das bereits im Jahre 2004 mit den ersten historischen Recherchen begann. Die Fertigstellung des Drehbuches erfolgte 2011. Bis dahin agierte Johannes Schöller fast alleine. Ab Mai 2012 kamen die Schauspieler und die Chormitglieder in getrennten Proben wöchentlich zusammen.

Ich werte das Zustandekommen dieses historischen Theater-Musicals für Bodenheim als Glücksfall. So setzt das gemeinsame Proben von Akteuren unterschiedlichster Herkunft und Alters auch großes soziales Handeln in einer Gemeinschaft voraus. Und … zumindest weiß nun endlich jeder Bodenheimer, warum die Nackenheimer „schlechte“ Nackenummer sind …

Den Akteuren, ob vor oder hinter der Bühne – allen voran Johannes Schöller -, wünsche ich als Belohnung all ihres Tuns größten Spaß und viel Erfolg an den beiden Aufführungstagen. Ihnen als Zuschauer einer (fast) einmaligen Aufführung dieses großartigen Theater-Musicals wünsche ich viel Freude und Kurzweil.

Ihr Thomas Becker-Theilig

Ortsbürgermeister

Grußwort des Nackenheimer Bürgermeisters

Johannes Schöller und die Initiative Theatermusical Bodenheim haben es unternommen, einen wichtigen Abschnitt in der Geschichte von Rheinhessen schauspielerisch aufzuarbeiten. Tatsächlich waren die Franzosen seit einem halben Jahrtausend mehrmals in unserer Gegen präsent. Die Zeit von 1792 bis 1813 ragt allerdings heraus. Dies nicht nur wegen des langen Zeitraums und der festen Bindung an Frankreich, sondern auch inhaltlich.

Die Überwindung des Feudalismus durch die Französische Revolution hatte ganz Europa aufhorchen lassen. Jetzt brachten die Revolutionäre ihre Errungenschaften zu uns. Nackenheim tat sich nun besonders hervor: Freiwillig wurde der Freiheitsbaum errichtet und Pfarrer Karl Arand zum Volksdeputierten für den Rheinischen Nationalkonvent gewählt.

Die französische Herrschaft brachte es auch zustande, dass Nackenheim und Bodenheim eine gemeinsame Verwaltung bekamen. Die „Mairie“ führte damals beide Gemeinden zusammen. Heute ist es das Musical mit dem doppeldeutigen Titel, das diese Zeit in Erinnerung ruft. Ich danke allen Aktiven, die auf und hinter der Bühne dafür sorgen, dass die Zuschauer Spaß daran haben.

Heinz Hassemer, Bürgermeister der Ortsgemeinde Nackenheim

Kulturbeauftragter der OG Bodenheim a. D.

Erneut wird ein Stück rheinhessischer Geschichte für den Betrachter verständlich gemacht. „Vive la Révolution“ ist beides: ein wunderbares Theaterstück, eingebettet in einen musikalischen Rahmen, und reale Geschichte.

Machtkämpfe zwischen Adel und Kirche zersplitterten unsere Region um 1792 so sehr, dass die Ideale der französischen Revolution einen Nährboden fanden.

Natürlich waren der ländlichen Bevölkerung die Gerüchte und Nachrichten aus dem nicht weit entfernten Frankreich wie die Einberufung der Nationalversammlung, der Sturm auf die Bastille, die Abschaffung der feudalen Ordnung, die Absetzung des Königs und die Ausrufung der Republik zu Ohren gekommen. Die Franzosen wollten ihre Revolution in die besetzten Länder tragen, die bislang vorherrschenden alten Verfassungen und Institutionen abschaffen sowie die militärische Absicht (Ausdehnung Frankreichs bis an den Rhein) mit dem politischen Vorhaben der Revolutionierung verbinden. Das Selbstbestimmungsrecht der Völker sollte dabei gewahrt bleiben. Dass sich jedoch die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung unserer Region nicht „befreien“ lassen wollte, war zu Anfang außerhalb der französischen Vorstellung.

Während die Nackenheimer am 18. Oktober 1792 in Person des Pfarrers Karl Melchior Arand die französische Armee mit offenen Armen empfingen, blieben die Bodenheimer den Werbungen der Franzosen und der deutschen Revolutionäre eher reserviert. Sie waren sogar für die alte Verfassung, „weil sie nicht mit Abgaben überhäuft noch auf eine andere Art bedrückt gewesen seien“! Weiterhin verweigerten sie sich bei der Wahl eines neuen Ortsvorstandes (=Munizipalität) und eines Delegierten zum Nationalkonvent.

Bereits Anfang 1793 sollen Flugblätter aufgetaucht sein, in denen zum Festhalten am alten System aufgefordert wurde. Zentrale Figuren der Dorfgesellschaft, wie Pfarrer, Lehrer oder Amtsträger waren überwiegend für die politische Stimmung im Dorf zuständig. Hinter dem Nackenheim Pfarrer Arand, standen ein großer Teil der Einwohner, während für den gegenrevolutionären Einfluss in Bodenheim der dortige Pfarrer und der Kaplan sorgte. Man drohte den Bodenheimer sogar mit Einquartierung und verhängte außerdem Hausarrest über den Pfarrer und den Kaplan. Als das Kriegsglück sich wendete nahmen die Franzosen bei Ihrem Abzug eine große Anzahl Kühe, Rinder und Ochsen mit und fügten der Gemeinde damit erneut großen Schaden zu.

Eine Fratze mit herausgestreckter Zunge, welche sich hinter dem Bodenheimer Rathaus befindet, ist beispielhaft für die Bodenheimer Haltung. Hier soll sich der Freiheitsbaum befunden haben und einer Legende nach soll die herausgestreckte Zunge ein Zeichen der „Verhöhnung“ gegenüber den Idealen der Revolution gewesen sein.

Das Theaterstück basiert also auf einem realen Hintergrund. Die Handlung ist zwar frei erfunden, doch könnte es sich so oder so ähnlich zugetragen haben. Hervorzuheben ist die enorme Arbeit von Johannes Schöller. Als Cheforganisator, Ideengeber und Darsteller ist ihm wieder einmal gelungen, Geschichte für alle verständlich zu machen. Ihm, seinem großartigem Team und der Band wünsche ich viel Erfolg.

Ihr/Euer

Bernhard Marschall M.A.


Autor und Regisseur

Sehr geehrte Zuschauerinnen und Zuschauer,

nach gut insgesamt zwei Jahren Arbeit an dem Stück "Vive la Révolution - Zum Deibel mit de Udschebebbes" dürfen wir Ihnen heute Abend ein besonderes, historisches Erlebnis auf die Bühne zaubern.

Jedes Theatermusical fängt irgendwann mal bei "null" an und ist erst mal nur eine Idee, die zu Papier gebracht wiird. Wenn aber dann im Laufe der Zeit zu sehen ist, wie die Idee ausgefüllt und realisiert wird, übersteigt dies oft mein Vorstellungsvermögen.

Allein 120 ehrenamtlich Aktive arbeiteten in ihrer Freizeit seit Mitte Mai 2012 regelmäßig an diesem Stück. Dabei engagierten sich viele Aktive über das normale Maß hinaus, was ich nicht als selbstverständlich ansehe und dafür auch sehr dankbar bin. Allein das gigantische Bühnenbild beeindruckt in diesem Jahr besonders, aber auch die einzelnen Schauspieler sind herausragend. Da blieb manch ein Auge in den wöchentlichen Proben nicht trocken. Ein besonderes Dankeschön auch an die Band "Online", welche uns zum zweiten Mal bei einem solchen Projekt begleitet und wir immer wieder neu von den "Jungs" begeistert sind, mit welchem Einfühlungsvermögen sie auf Chor und Solosänger eingehen. Besonders stolz bin ich in diesem Jahr auch über den großen Chor und seine hervorragenden Solostimmen. In den einzelnen Ausschüssen wurde mit viel Liebe zum Detail gearbeitet, ob unsere Kostümbildnerin Sigrid oder die "Damen" aus der Maske. Es ist immer wieder unglaublich zu sehen, was etwas Stoff und Schminke aus unseren Darstellern machen kann.

So könnte ich die "Lobes- und Danksagungen" fortführen, ob es die Pitschedabscher oder die Schoppengarde ist, die das Projekt tatkräftig mitunterstützen, ein Jeder wurde für dieses Projekt benötigt und erbrachte einen wichtigen Teil zum Gesamtergebnis. Auf niemanden hätte ich im letzten Jahr verzichten können und die gemeinsame Zeit mit allen Aktiven war manchmal eine stressige, aber meist eine sehr schöne, harmonische und interessante Zeit. Das wir diese gemeinsame Leistung zum guten Schluss an die ARQUE spenden dürfen, freut mich ganz besonders.

Zum Schluss bleit mir nur zu sagen: "Danke für diesen Moment, den mit so vielen zu teilen ist echt ein rießen Geschenk"

Ihr & Euer

Johannes Schöller

Vorsitzender der CDU-Fraktion der OG Bodenheim

Der „liebe“ Nachbar – Ein heikles Thema

Vor dem historischen Hintergrund der Mainzer Republik, der ersten bürgerlichen Demokratie in Deutschland, hat sich das Theatermusical Bodenheim ein spannendes Thema vorgenommen. Die besondere Beziehung zwischen Nachbarn. Seien es Bodenheim und Nackenheim oder Deutschland und Frankreich. Ich wünsche den Akteuren bei der Umsetzung viel Spaß und gute Stimmbänder. Den Zuschauern wünsche ich unterhaltsame Abende.

Das Thema kann ein Anstoß sein, sich mit der wechselvollen Geschichte von Rheinhessen im Spannungsfeld zwischen Deutschland und Frankreich weiter zu beschäftigen. Wir leben mitten in Europa, einem Europa in Frieden. In Zeiten der Reduzierung Europas auf die Finanzkrise muss man sich das immer wieder bewusst machen. Und Wertschätzen.
Und falls einen der Nachbar mal wieder auf die Palme bringt, er bleibt Nachbar und will auch nur in Frieden leben.

Wolfgang Kirch
Vorsitzender CDU-Bodenheim
Vorsitzender der CDU-Fraktion im Ortsgemeinderat Bodenheim

SPD-Fraktion im Ortsgemeinderat Bodenheim

Liebe Freunde und Besucher des Theater-Musicals „Vive la Révolution“,

es ist kein Zufall, dass bereits Wochen vor den beiden Aufführungstagen des Bodenheimer Theater-Musicals „Vive la Révolution“ insgesamt alle 1.400 Karten ausverkauft sind! In den Gesprächen, die man so die letzten Wochen in der Gemeinde verfolgen konnte, sind Vorfreude und Spannung sowohl bei den Besuchern als auch bei den Aktiven bereits riesengroß.

Zum zweiten Mal nach 2004 wird „Bodenheimer Historisches“ gut recherchiert aufbereitet und ideenreich in „musikalisches und schauspielerisches Gewand“ gekleidet. Wie bereits jetzt zu hören ist, sollen die nachgestellten historischen Handlungsorte ein einzigartiges Bühnenbild sein, das einem eigenen Kunstwerk nahekommen soll. Es sollen sich über 150 Mitwirkende (Laienschauspieler, Kinderchor, Live-Band, Solo-Sänger, Masken- und Bühnenbildner, Schneiderinnen, Bühnentechniker und -helfer etc.) über viele Monate „ins Zeug gelegt“ haben, um mit Ihnen gemeinsam ca. 2 ½ Stunden Einzigartiges erleben zu dürfen.

Ermöglicht hat dies ein Drehbuch, dem jahrelange historische Recherchen vorausgingen. Der Verfasser, Johannes Schöller, ist in Bodenheim kein Unbekannter, wenn es darum geht ernsthafte Themen aufzugreifen und diese „neu und vor allem interessant zu verpacken“. Dass er es dann noch schafft über etliche Monate hinweg die Begeisterung der vielen Aktiven zu halten, spricht für sein Talent Menschen unterschiedlichster Herkunft und Alters für eine gemeinsame Idee zu begeistern. Aber vielleicht dürfte es mal wieder das größte Verdienst von Johannes Schöller sein, dass man nach der Aufführung über die Geschichte seiner Gemeinde hinterher auf (schau)spielerische Weise besser informiert als vorher. Dass wir beim diesjährigen Theatermusical sogar eine „historische Aufarbeitung“ der immer noch spürbaren Bodenheimer/Nackenheimer Rivalität erfahren dürfen, setzt dem Ganzen noch die “Krone“ auf.

Allen Aktiven gilt unsere große Anerkennung für das große Engagement und für die viele Freude, die sie sich selbst geschaffen haben, aber auch die sie dem breiten Publikum bereiten werden. Bleibt uns nur noch eins: Wir wünschen beiden –Aktiven und Publikum- einen herrlichen und unvergessenen Abend.

Ihr

Dirk Müller
Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Bodenheim

Thomas Glück
SPD-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat



FDP im Gemeinderat Bodenheim

Bodenheimer Geschichte ist bewegend und war bewegt. Mit riesen Elan, professioneller Arbeit, beeindruckendem Bühnenbild und einem großen Ensemble wird historischer Stoff verarbeitet. Johannes Schöller hat viel recherchiert und vieles ausgegraben, um einen Ausschnitt dieser Zeit in einem Theatermusical zu verarbeiten: deutsch-französischer Krieg, französische Revolution, erste Demokratie auf deutschem Boden. Heraus kamen Erzählungen über Freundschaften und Feindschaften im Großen wie im Kleinen, ganz persönlich oder abstrakt von Ort zu Ort, von Land zu Land.

Unterschiedliche Persönlichkeiten treffen aufeinander, unterschiedliche Werte. Und ist es nicht auch irgendwie noch aktuell? Darüber kann sich der geneigte Zuschauer selbst ein Bild machen.
Vielen Dank an alle Beteiligten, die unendlich viel privater Zeit und Engagement investiert haben, um ein solches Projekt möglich zu machen.

Viel Glück und Toi, toi, toi.

Matthias Sonntag
FDP im Gemeinderat

Unser Hauptsponsor: EWR

Ein Abend im Theatermusical – wer freut sich nicht auf diese kleine Ablenkung vom Alltag. Doch das Theatermusical Bodenheim bietet nicht nur Unterhaltung, sondern engagiert sich auch im sozialen und kulturellen Bereich - deshalb freuen wir uns, ein solch vielseitiges Projekt unterstützen zu können.

Durch die Spende der Einnahmen für soziale Zwecke zeigt die Theatergruppe ein großes soziales Verantwortungsbewusstsein.

Denn etwas freiwillig und unentgeltlich für andere zu tun ist heute nicht mehr selbstverständlich. Gerade in unserer schnelllebigen Zeit ist es wichtig, an die zu denken, die unsere Unterstützung benötigen. Diesen Gedanken vertreten wir als EWR ebenfalls in unserer Unternehmensphilosophie und fördern ihn auch in unserem Umfeld bestmöglich.

Besonders bemerkenswert ist die aufwendige Recherchearbeit, durch die das Ensemble unsere regionale Geschichte wieder aufleben lässt und damit die rheinhessische Kultur etwas mehr ausfüllt. Mit unserem nach vorne gerichteten Lebensstil tritt das Wissen um die eigene Vergangenheit oftmals in den Hintergrund. Doch gerade das Verständnis für historische Entwicklungen ist eine wichtige Grundlage, um die richtigen Wege in der Zukunft beschreiten zu können. Als regional verwurzelter Energieversorger mit einer mittlerweile über 100jährigen Tradition, liegt uns unsere Heimat sehr am Herzen. Deshalb freuen wir uns, auch in diesem kulturellen Bereich einen Beitrag leisten zu können.

Nicht zuletzt bietet das Theatermusical einfach gute Unterhaltung, die wir hin und wieder gerne genießen. Deshalb bedanke ich mich bei allen ehrenamtlichen Mitwirkenden für ihre Tatkraft und wünsche allen Besuchern des Theatermusicals Bodenheim einen unterhaltsamen und kurzweiligen Abend.

Ihr Günter Reichart

 
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